Des Prinzen Geschichte. Wie ein Prinz seine wahre Liebe suchte

Kurz vorweg: Dieses Märchen ist vor paar Jahren erstanden und war mal ein Adventskalender. Und nach einiger Bearbeitung entstand dieser Text. Die Idee kam mir ganz poetisch im Traum. Der Traum brachte mich zum Nachdenken: In jedem Märchen geht es um die schöne Prinzessin, die vom Prinzen gerettet wird, doch was ist mit dem Prinzen? Über den weiß man nichts– oft nichtmal den Namen. Also wer ist dieser Prinz?

Diese Frage stellte ich mir anscheinend nicht allein. Den Vanguard Animation hat Anfang August ein Film zu dem Thema rausgebracht, mit „Charming“ kam ein lustiger Animationsfilm raus, aus der Sicht des Prinzen.

Lange Rede überhaupt kein Sinn, ich wünsche euch viel Spaß bei meiner Interpretation des Märchens.

Des Prinzen Geschichte

Vor langer Zeit in einem weit entfernten Land, saß ein kleiner grüner Frosch an einem unscheinbaren, aber dennoch sehr tiefen Brunnen. Doch das war kein normaler kleiner grüner Frosch! Dieser Frosch war einmal vor vielen, vielen Jahren ein tapferer Prinz gewesen. Dieser tapfere Prinz lebte in einem großen Schloss und eines Tages sollte er König werden und sein Königreich regieren. Doch bevor er König werden kann, muss er sich eine wunderschöne Prinzessin suchen, die eines Tages seine Königin werden soll.
Es gab viele wunderschöne Prinzessinnen, die ihn heiraten wollten, doch er konnte sich einfach nicht entscheiden, da er nicht wusste, ob eine der wunderschönen Prinzessinnen seine wahre Liebe sei. Da er aber eine Braut brauchte, entschloss der tapfere und verzweifelte Prinz sich auf den Weg in den dunklen Zauberwald zu machen. Dort wollte er zur guten Fee und sie um Rat fragen. Doch statt dem Prinzen einen Rat zugeben, verwandelte sie ihn in einen Frosch und setzte ihn am Brunnen ab, mit dem Versprechen, dass ein Kuss der wahren Liebe den Zauber brechen könne.
Nun sitzt der kleine, grüne Frosch, der einmal ein Prinz war seit Jahren am Brunnen und wartet auf seine wahre Liebe.

Als er eines Tages einmal wieder am Brunnen saß und rumquakte, hörte er plötzlich Schritte, die immer näherkamen. Er setzte sich auf die Lauer und wartete auf das, was passieren würde. Nach längerem Warten, sah er ein wunderschönes Mädchen mit einer goldenen Kugel spielend zum Brunnen hopsen. Am Brunnen blieb das wunderschöne Mädchen stehen und ließ die goldene Kugel lachend hoch und runter hüpfen. Bis plötzlich die goldene Kugel in den tiefen Brunnen fiel. Das wunderschöne Mädchen erschrak. Sie versuchte verzweifelt die Kugel aus dem tiefen Brunnen zuholen, dies funktionierte aber natürlich nicht, da der Brunnen viel zu tief war. Als das wunderschöne Mädchen das begriff, fing sie an bitterlich zu weinen und zu schluchzen. Als Prinz wusste der tapfere Prinz, dass er ihr natürlich helfen musste, denn so gehört es sich für einen Prinzen. Er kam also aus seinem Versteck raus und zeigte sich dem wunderschönen Mädchen. Als das wunderschöne Mädchen ihn sah, wich sie zurück, denn als Mädchen mag sie natürlich  keine Frösche. Der tapfere Prinz, versuchte die Prinzessin zu beruhigen und sagte zu ihr: „Keine Angst wunderschönes Mädchen ich kann dir helfen die Kugel zu holen.“

„Ach, wirklich?! Das würdest du für mich tun? Ich danke dir!“, sagte sie freudig und hüpfte vor freute.

„Dafür will ich aber etwas haben.“

„Und was?“, fragte sie erschrocken und guckte ihn dabei ernst an.
„Einen Kuss“, sagte er in der Hoffnung, dass dieses wunderschöne Mädchen seine wahre Liebe sei. Sie überlegte und überlegte und überlegte und antwortete: „Ok. Aber nur wenn du`s schaffst meine goldene Kugel hoch zu holen“.
„Keine Angst, dass schaff ich schon!“, sagte er und hüpfte sofort in den Brunnen. Das wunderschöne Mädchen lehnte sich an den Brunnen und wartete gespannt auf sein Wiederkommen. Sie wartete und wartete und wartete. Nach langer Zeit tauchte der tapfere Prinz mit der goldenen Kugel auf dem Rücken auf. Als das wunderschöne Mädchen das sah freute sie sich, schnappte sich die Kugel und wollte schon mit ihr davon hüpfen, doch der Prinz krallte sich an ihrem Kleid fest und fragte nach dem Kuss. Das wunderschöne Mädchen musste nun ihr Versprechen einhalten und gab ihm den Kuss der wahren Liebe und wie die Gute Fee es vorhergesagt hat, verwandelte sich der Prinz zurück in einen Menschen. Das wunderschöne Mädchen verliebte sich sofort in den Prinzen und ging mit ihm in sein Schloss, damit sie dort heiraten konnten.

 

Die Hochzeit des Prinzen und der Froschprinzessin, wie sie von da an genannt wurde, wurde vorbereitet und fand in wenigen Tagen statt. Um frisches Wild auf der Hochzeit servieren zu können, ging der Prinz auf die Jagd. Während er so rumritt und nach Wild suchte, hörte er plötzlich Hilfe schreie von einem Mädchen. Als Prinz wusste der Prinz, dass er ihr helfen musste, denn so gehört es sich für einen Prinzen. Also ritt er den Hilfeschreien nach, bis er an einen sehr hohen Turm ankam. Er lief einmal um den Turm, auf der Suche nach der Tür. Doch er fand keine. Das Einzige was er sah, war ein Fenster ganz Oben. Dort kam auch das Hilfegeschrei her. Er rief, in der Hoffnung jemanden ans Fenster zu bekommen. Er rief und rief bis er endlich jemanden am Fenster sah und zwar ein wunderschönes Mädchen. Er fragte sie wieso sie da oben ist.

Da sagte sie: „Eine böse Hexe hat mich hier eingesperrt. Kannst du mich retten?“

„Zuerst müsste ich hoch zu dir. Hast du irgendetwas an dem ich hochklettern kann?“ Sie überlegte und dann kam ihr die Idee. Sie nahm ihre Haare und warf sie runter. Sie flogen und flogen, bis sie beim tapferen Prinzen am Boden ankamen. Er überlegte ob die schönen Haare des wunderschönen Mädchens in wirklich tragen könnten, da rief das wunderschöne Mädchen ihm zu: „Keine Angst, wenn die alte Hexe mich besucht klettert sie auch so hoch, also los schnell!“ Ohne weitere Widerworte kletterte der Prinz an ihren Haaren hoch bis er oben bei dem wunderschönen Mädchen ankam. Er betrachtete sie, ihre langen Haare, ihr Gesicht, ihre Augen, ihr Lächeln und fragte:“ Wie heißt du eigentlich?“

„Rapunzel“, antwortete sie mit einem verlegenen Lächeln.

„Und wie kommen wir jetzt runter?“, überlegte der Prinz laut. Er sah sich im Raum um und suchte nach etwas womit sie sich abseilen können.

„Ich hätte eine Idee“, sagte Rapunzel, der tapfere Prinz, der ihr den Rücken zugewandt hatte, drehte sich zu ihr um und sah, dass sie Tücher in der Hand hatte: „Wir könnten sie zusammenbinden und daran runterklettern.“

Der Prinz überlegt und sagte:“ Ja, das ist eine gute Idee! Dann mal los!“

Rapunzel suchte all ihre Tücher zusammen und brachte sie dem tapferen Prinzen, der sie in der zwischen Zeit zusammenband. Sie arbeiteten die ganze Nacht. Als die Sonne aufging waren sie endlich fertig. Sie schmissen das Seil runter, davor haben sie es natürlich an Rapunzel Bett festgebunden, und kletterten runter. Unten angekommen schmiss sich Rapunzel unter Freudentränen an des Prinzens Hals und sagte fröhlich: „Du hast mich gerettet du bist mein Held!“

„Ach ich hab nur das getan was ich tun musste. Also so als Prinz. Aber jetzt verzeih ich muss zu meinem Schloss reiten ich werde dort schon erwartet.“

„Warte du musst mich doch mitnehmen“ rief Rapunzel als er grade gehen wollte.

„Häh, wieso?“ wunderte sich der tapfere Prinz.

Darauf erklärte sie ihm: „Na du hast mich gerettet und nur meine wahre Liebe konnte mich retten, deshalb bist du meine wahre Liebe und wir müssen nun glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende zusammenleben.“

„Aber was ist mit der Froschprinzessin? Sie ist doch meine wahre Liebe.“

„Nein das muss ein Fehler sein, denn ich bin es! Nun bring mich in dein Schloss, damit wir heiraten können mit der Froschprinzessin werde ich noch sprechen!“

„Okay-Okay“, sagte der Prinz ohne Widerworte. Er nahm Rapunzel auf sein Pferd und sie ritten in sein Schloss wo die Froschkönigin schon sehnsüchtig auf ihn wartete.

 

Die Prinzessinnen stritten jeden Tag darum wer nun die wahre Liebe und somit seine zukünftige Gemahlin sein sollte, die Froschkönigin oder Rapunzel. Als es dem Prinzen zu viel wurde ritt er zu einer Konferenz ins Nachbarkönigreich zu der er schon vor Jahren hinsollte.  Als er so durch den Wald ritt, wurde er langsam müde, deshalb hielt er Ausschau nach einem Häuschen, wo er sich etwas zu essen erbitten könne. Nach längerer Zeit fand er endlich eins, doch es war leer. Er ging um das Gebäude herum in der Hoffnung doch jemanden zu finden. Als er gerade aufgeben wollte, hörte er jemanden im Wald weinen. Er folgte den Stimmen bis er auf eine Gruppe Zwerge traf die um ein Glassarg versammelt waren in dem ein wunderschönes Mädchen lag. Er versteckte sich hinter dem Gebüsch und beobachtete wie sie um das wunderschöne Mädchen trauerten. Nach einer halben Ewigkeit, nachdem sich die Zwerge ausgeweint hatten, gingen sie langsam zurück zum Haus. Als alle Zwerge weg waren, kam der Prinz aus seinem versteck und ging zum Sarg. Dort betrachtete er das Mädchen genauer, sie hatte schwarzes Haar wie Ebenholz, eine weiße Haut wie Schnee und rote Lippen wie Blut. Er überlegte wieso sie hier lag, wieso sie gestorben sei. Er betrachtete den Sarg und sah ein Apfel neben ihr liegen an dem schon abgebissen wurde. Und plötzlich hatte er es, er wusste wie er ihr helfen kann. Er machte den Sarg vorsichtig auf und führte den Heimlich-Handgriff durch und danach Mund zu Mund Beatmung, solange bis das wunderschöne Mädchen ihre Augen öffnete. Auf einmal sprang sie auf und umarmte ihn: „Du hast mich gerettet, du musst meine wahre Liebe sein. Nun nimm mich mit auf dein Schloss und heirate mich.“

Der Prinz guckte sie baff an und konnte kein Wort rausbringen außer:“ Ich reite ins Nachbarkönigreich.“

„Gut dann komme ich mit, oh, und übrigens ich heiße Schneewittchen“, sie nahm ihn am Arm, sie gingen zu seinem Pferd und ritten ins Nachbarkönigreich.

Nach einem langen Ritt kamen sie endlich im Nachbarkönigreich an, doch es sah nicht so aus wie früher. Das Schloss war übersät mit Dornen. Der tapfere Prinz sagte zu Schneewittchen sie soll auf ihn warten, während er versucht das Volk zu retten. Er nahm sein Schwert und versuchte sich ein Weg durch die Dornen zukämpfen.
Nachdem er es geschafft hatte, rannte er durch das Schloss und suchte nach den Bewohnern. Die einzige die er fand war ein wunderschönes schlafendes Mädchen. Er ging zu ihr, doch plötzlich stolperte er und fiel auf ihre Lippe. Auf einmal öffnete sie ihre Augen. Der Prinz wich vor Schreck zurück.

„Nur die wahre Liebe könne mich, durch einen Kuss aus meinem Schlaf befreien, so heiße es im Fluche der bösen Fee. Und du hast es geschafft du musst meine wahre Liebe sein.“

Der Prinz schlug sich vor Verzweiflung auf die Stirn und dachte sich: „Nicht noch eine!“ Er ging mit ihr zu seinem Pferd, Dornröschen tanzte und sang dabei, bis sie Schneewittchen sah und umgekehrt.

„Wer ist den das?“ fragten beide im Chor.

„Ich bin seine wahre Liebe“, antwortete Schneewittchen selbstbewusst.
„Nein! Ich bin seine wahre liebe. Er hat mich gerade wach geküsst, sag es ihr mein tapferer Prinz!“, rief sie zum Prinzen.

„Nein, sag ihr das ich deine Braut werde! “, rief Schneewittchen.

Der Prinz war sprachlos, er sattelte sein Pferd und nahm beide mit.

So ritt er mit Dornröschen und Schneewittchen in sein Schloss.

 

Im Schloss hatte er nun vier Prinzessinnen die alle für ihn bestimmt zu sein schienen, doch er musste sich entscheiden. Aber wie sollte er dies tun? Sie sind alle so wunderschön. Sie wollten aber eine Entscheidung vom Prinzen und zwar sofort! Da der Prinz langsam anfing zu verzweifeln, hielt er es beim nächsten Streit zwischen den Prinzessinnen nicht mehr aus. Er nahm sein Pferd und ritt weg. Er ritt und ritt und ritt bis er an ein altes Häuschen im dunkeln Zauberwald kam.

Das war aber kein gewöhnliches Häuschen. Nein! In diesem Häuschen lebte eine gute Fee. Und das war keine gewöhnliche Fee. Nein! Diese Fee hatte damals den Prinzen in einen Frosch verwandelt, damit er seine wahre Liebe finden konnte. Was auch irgendwie geklappt hat, doch nicht so wie sich der Prinz das vorgestellt hat, deshalb ist er zur guten Fee gekommen. Er klopfte an ihrer Tür und wartete und wartete, bis eine wunderschöne Fee die Tür aufmachte und sagte: „Wie ich sehe hast du deine wahre Liebe gefunden. Also hat mein Zauber funktioniert, da freue ich mich aber.
Der Prinz kam in das Häuschen und legte seine Mantel ab: „Ja ich hab sie gefunden, gleich vier-mal!“
„Vier Mal?“

„Ja und wer ist jetzt meine wahre Liebe?“

„Na die, die du liebst, natürlich“, sagte sie selbstverständlich.

„Ich hab mich aber auf dich verlassen, gute Fee. Was soll ich den machen?“ Sie überlegten und überlegten, bis  der Prinz voller Verzweiflung, wenn er daran dachte was ihn zuhause erwatet, laut dachte, dass er lieber wieder ein Frosch wäre.

„Wäre es wirklich dein Wunsch wieder ein Frosch zu sein?“, fragte ihn die gute Fee.

„Da war mein Leben viel schöner“, schmollte er, „ da musste ich mich nicht entscheiden welche Braut ich will.“

„Nein so geht es nicht, ich kann dich nicht einfach so wieder in ein Frosch verwandeln. Wir machen das anders. Du gehst jetzt zurück und suchst dir eine Prinzessin aus. Du wolltest eine Braut finden und jetzt musst du dich entscheiden!“

„Aber…“, Wollte der Prinz wiedersprechen

„ Kein aber, das machst du. Und zwar jetzt!“, sagte die gute Fee.

Im Schloss traf der Prinz seine vier wunderschönen Prinzessinnen, die endlich seine Entscheidung hören wollten. Er geriet wieder in Panik. Er konnte sich einfach nicht entscheiden. Die Prinzessinnen trieben ihn immer weiter in die Enge, um sicher vor ihnen zu sein, versteckte er sich in seinem Zimmer. Vor Verzweiflung wühlte der Prinz seinen Taschen rum und plötzlich fand er ein Fläschchen mit einem Frosch drauf. Die gute Fee musste es in seine Tasche getan haben, als sie ihn zum Abschied umarmt und ihm den Mantel zurückgegeben  hatte. Er überlegte ob er es wirklich nehmen sollte. Die Entscheidung wurde ihm aber schnell genommen, als er die Prinzessinnen an die Tür hämmern und schreien hörte. Er öffnete schnell die Flasche, trank und verwandelte sich in einen Frosch. Kurz bevor sie die Tür aufrissen, hüpfte er aus dem Fenster. Nun sitzt der Prinz, als Frosch am Brunnen und wartet und Wartet. Auf was? Das weiß man nicht.
Und wenn er nicht gestorben ist dann quakt er auch noch heute!

Ende!

Ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen, wenn ja lasst gerne ein Like da oder teilt es.
Zum Schluss hab ich hier noch Trailer zum Film „Charming“.

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